Das personalisierte Kärtchen mit Stil

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Neulich wurde ich gefragt, wieso ich ein eigenes Etui für meine „Pappe“ besitze? Damit waren meine Visitenkarten gemeint, oder sind es Besucherkarten?
Das Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten verriet mir,  dass Visitenkarten ursprünglich beim Besuch in hohem Hause dem Diener oder der Empfangsdame übergeben wurden, die sie dann an den Hausherrn oder die Dame des Hauses weiterreichte. Bei höfischen Festveranstaltungen dienten sie dem Zeremonienmeister zur öffentlichen Ankündigung des Gastes.

Sind also Visitenkarten überhaupt noch zeitgemäß? Ich kann mich zumindest nicht erinnern auf einer Party, auf der ich eingeladen war, von dem Gastgeber angekündigt worden zu sein. 🙂
Heute digitalisiert man sein gesamtes Leben und trägt es täglich mit sich herum, streamt es auf andere Geräte, ordnet es in Alben und teilt es wortlos mit anderen Leuten. Viele verschicken digitale Visitenkarten als E-Mail-Anhang, in der Hoffnung die gemerkte Mail-Adresse stimmt oder suchen den Erstkontakt zunächst mal über Social-Media-Kanäle. All das ist heute möglich und noch vieles mehr, genau deswegen sind echte Visitenkarten – also ein professionelles Papier mit persönlichen Daten – populärer als je zuvor! Wie sonst soll man neuen Kontakten unterwegs mitteilen unter welchen Nummern oder Adressen man erreichbar ist?

Ich persönlich habe aus diesem Grund genau vier Visitenkarten. Eine davon hat mir mein Arbeitgeber gegeben. Auf einer anderen steht ausschließlich mein Name und meine Adresse mit Telefonnummer, weil ich nicht jedem meine Heimatadresse mitteilen will. Diese verteile ich zum Beispiel wenn ich stationär shoppen gehe und es am Ende dann doch liefern lasse. 😉 Dann habe ich eine Karte mit allen E-Mail-Adressen, meiner Webseite, Handynummer und den wichtigsten Social-Media-Kanälen. Meine Berufsbezeichnung habe ich auch noch dazu geschrieben, da der Platzaufwand für die Social-Media-Kanäle den Eindruck erwecken könnte, ich hätte überhaupt keinen Job. Die vierte Karte zeigt das ganze private Zeug nochmal etwas differenzierter, da man neue Kontakte nicht gleich überrumpeln will.^^ Also steht neben meinem Namen und meiner Handynummer nur eine einzige E-Mail-Adresse drauf, kein Hinweis auf meine Webseite, ausschließlich Instagram, Xing & LinkedIn und die Berufsbezeichnung habe ich hier auch weggelassen. Berufsbezeichnungen oder Titel sind meiner Meinung nach sowieso unnötig. Viel wichtiger ist das Papier der Visitenkarte. Meine privaten Karten sind alle aus 100% Cotton – gefertigt aus recyceltem T-Shirt-Verschnitt. Bei so viel Papier im Etui muss man auch an die Umwelt denken! 🙂
Es gibt super Onlineshops mit tollen Vorlagen und einfachen Gestaltungsmöglichkeiten, die auch kleinere Stückzahlen für ein bisschen Geld anbieten. Wenn Ihr hierbei einen Rat braucht, gerne!

Eigene Visitenkarten sind nicht nur hilfreich, es macht Spaß sie zu verteilen, weil man nicht nur Kontaktdaten weitergibt, sondern auch ein bisschen Stil verrät.
Im Gegensatz zu bunten Wandtapeten oder z. b. bemusterten Fließen im Bad , die Jahrhunderte gebraucht haben um wieder angesagt zu sein, gab es Visitenkarten ebenfalls  zu Königszeiten und sind bis Heute unverzichtbar.

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2019-01-19T18:05:16+00:00

Ein Kommentar

  1. Michael Hermann Gross 19. Januar 2019 at 16:37 - Reply

    Genauso ist es! Mehr analogen Stil wagen 👍

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